Deutscher Kongress für Geographie 2017

Eine Welt in Bewegung • Erforschen - Verstehen - Gestalten
30.9. – 5.10.2017 / Eberhard Karls Universität Tübingen

Deutscher Kongress für Geographie 2017

Eine Welt in Bewegung • Erforschen - Verstehen - Gestalten
30.9. – 5.10.2017 / Eberhard Karls Universität Tübingen

Kongressdetails

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Fachforen (F)

Fachforen sind ein weiteres neues Format des DKG. In Form einer Podiumsdiskussion, die aber die Beteiligung der Zuhörer bewusst nicht ausschließt, bieten die Fachforen eine Plattform, um Antworten auf drängende Probleme der heutigen Zeit zu diskutieren und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei wird die inhaltliche Vernetzung innerhalb der Geographie zum Gegenstand der Diskussionen gemacht.

Podiumsdiskussion
Samstag, 30. September 2017 | 17:15–18:45 Uhr | KB-025 (Kupferbau)

Organisation
Daniel Göler (Bamberg)

Podium
Daniel Göler (Bamberg), Paul Gans (Mannheim), Matthias Neske (Nürnberg), Harald Bauder (Toronto/CAN), Boris Palmer (Tübingen)

Migration ist eine der globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Migration ist zugleich ein zentrales und beständiges Arbeitsfeld der wissenschaftlichen Geographie, sei es aus der Perspektive der oft unterschätzten Bevölkerungsgeographie (mit Themen wie räumliche Mobilität und Migrationssysteme), der Sozialgeographie (Transnationalismus, New Mobilities) oder der Geographischen Entwicklungsforschung (Migration als Mittel sozialer Resilienz). Vor diesem Hintergrund ist es Ziel des Forums, der Fachwelt und Öffentlichkeit zu zeigen, wofür die Geographie in dem Querschnittsthema Migration steht und in welchen Problemfeldern von ihr Lösungsbeiträge zu erwarten sind.

Es sind drei inhaltliche Agenden vorgesehen. Flucht wird allein aufgrund der medialen Allgegenwart zu thematisieren sein. Implizit führt das zu den Migrationssystemen des Globalen Südens. Breiten Raum in der Diskussion wird zudem der Arbeitsmigration nach, in und aus EU-Europa zugestanden. Damit lässt sich die Vielfalt und Komplexität von Migration immer noch nur andeuten. Gleichwohl mögen die Schwerpunkte formgebend für eine Vertiefung auf dem Podium und mit dem Plenum sein

Podiumsdiskussion
Sonntag, 1. Oktober 2017 | 17:15–18:45 Uhr | KB-025 (Kupferbau)

Organisation
Thomas Scholten (Tübingen)

Podium
Thomas Scholten (Tübingen), Oliver Bens (Potsdam), Peter Höppe (München), Lothar Schrott (Bonn)

Naturrisiken und Umweltgefahren gegen von meteorologischen, geowissenschaftlichen und hydrologischen Extremereignissen aus. „Naturgewalten“ bilden so Auslöser häufig katastrophaler Schadensfälle und dramatischer Veränderungen von Gebieten. Das Ausmaß der Schädigung ist dabei nicht nur eine Funktion des Großereignisses, sondern ebenso abhängig von der Vulnerabilität der betroffenen Menschen und Regionen. Ebensolche Risiken und Gefahren gehen von graduellen, schleichenden Natur- und Umweltveränderungen aus wie Klimaänderungen und Boden-, Wasser und Luftbelastungen.

Das Fachforum folgt in seiner Struktur dieser Ausgangsüberlegung und lädt Experten aus den Bereichen Meteorologie, Geowissenschaften und Hydrologie ein, deren Expertise sowohl wissenschaftliche als auch technische, gesellschaftliche, politische und ökonomische Aspekte von Naturrisiken und Umweltgefahren umfasst.

Podiumsdiskussion
Montag, 2. Oktober 2017 | 17:15–18:45 Uhr | KB-025 (Kupferbau)

Organisation
Matthias Friederichs, Kathleen Renz (Tübingen), Stephan Schuler (Ludwigsburg)

Moderation
Thomas Hoffmann (Bühl)

Podium
Achim Beule, Christina Bocher (Stuttgart), Ingrid Hemmer (Eichstätt-Ingolstadt), Elmar Kulke (Berlin), Martin Lindeboom (Tübingen)

Keine Bildung ohne Geographie!? Ausgehend von dieser ambivalenten Aussage setzt sich das Forum mit dem Bildungsbegriff heute im Allgemeinen und dem spezifischen Beitrag der Geographie dabei im Besonderen auseinander. Was umfasst und muss Bildung in unserer Zeit sein? In einer Zeit, in der der Kompetenzansatz beherrschend in der Bildungslandschaft wie ein Gegenpol zur Bildung im humboldtschen Sinn erscheint. Zur Diskussion steht daher die Frage, welche Bildung im 21. Jahrhundert notwendig ist, um den globalen Herausforderungen unserer Zeit und nahen Zukunft erfolgreich begegnen zu können indem wir lernen in lokaler Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu handeln. Muss es nicht Ziel jeglicher Bildung sein den Weltbürger, der sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln weiß, zu befähigen? In diesem Spannungsfeld werden sich die Diskutanten der besonderen Bedeutung der Geographie zuwenden, und deren Potential und Bedeutung für eine Bildung im Dienste der Menschen auszuloten, die die Welt von morgen verantwortungsvoll gestalten können (müssen).