Abzocke im Internet - Ist die Welt nur noch krank?

Abzocke im Internet Abzocke im Internet

Heute möchte ich bei DKG 2017 über ein Thema schreiben, das mich seit ein paar Wochen immer mehr beschäftigt. Vielleicht ist es selektive Wahrnehmung und es kommt nur mir allein so vor, aber ich habe das Gefühl, es geht immer weiter bergab mit der Moral der Menschen. Woran ich das festmache? Abzocke im Internet. Ja, im Netz ist man ja angeblich so anonym, was ja auch eine tolle Sache ist. Unter diesem vermeintlichen Schutz zeigen die Leute ihr wahres Gesicht. Und das erschreckt mich manchmal.


Sind die Menschen von Natur aus kriminell?

Dieses Gefühl habe ich manchmal wirklich. Gierig sind sie, zumindest viele davon. Sie tun im Internet Dinge, die sie im wahren Leben nie tun würden. Sie beleidigen, sie mobben und sie betrügen. Sie zocken gnadenlos ab, wo sie nur können. Gehe ich aber raus unter Leute, sind die meisten von ihnen durchaus nett und wirken harmlos. Daraus kann ich doch eigentlich nur schließen, dass in fast jedem Menschen etwas Böses steckt und nur die Angst vor dem Erwischt-Werden die meisten davon abhält, ihren kriminellen und bösartigen Neigungen nachzugeben? Gehe ich in die Stadt und kaufe ein, werde ich nicht abgezockt und auch nicht bestohlen. Im Internet sieht es aber oft anders aus. Viele Zeitgenossen sind von Gier und Neid zerfressen, manche sind aber auch einfach nur arm dran und sehen scheinbar keinen anderen Ausweg als zu stehlen. Ja, Abzocke IST Stehlen, da mache ich keinen Unterschied. Es heißt ja auch immer so schön, durch ehrliche Arbeit wird man nicht reich. Aber das gleich als Aufforderung sehen, unehrlich zu sein?


Die Anonymität entfremdet die Menschen voneinander und von sich selbst

Ich habe viel gegrübelt und kam zu dem Schluss, dass Abzocker und Betrüger sich auch selbst betrügen. Wer zum Beispiel bei eBay oder in einem Fake-Online-Shop Waren verkauft, die er gar nicht besitzt, blendet wohl einfach aus, dass auch hinter dem Abgezockten ein Schicksal steht. Man kommuniziert höchstens per Chat und das bedeutet Entfremdung. Man muss dem Betrogenen nicht in die Augen sehen. Entführungsopfern wird nahe gelegt, eine Bindung zum Täter herzustellen, seinen Namen zu nennen. Manchen hat das schon das Leben gerettet, denn es ist tatsächlich so, dass in vielen Verbrechern ein weicher und menschlicher Kern steckt. Sie können die Pistole auf ihr Opfer richten, aber nicht abdrücken, sobald sie dem Gegenüber ins Gesicht sehen müssen. Nur im Internet, da muss man die Folgen seines Handelns nicht sehen. Die Moral ist also vielleicht noch da, aber sie wird verdrängt.


Es gibt Schutzmechanismen gegen Abzocke im Netz

Ich will nicht im Tal des Jammer versinken, aber ich habe gelernt mich zu schützen. Ich hinterfrage alles. Jeder Shop, Verkäufer und jedes Online Casino wird von mir einem Check unterzogen, bevor ich Geld zahle. Online Casinos checke ich bei Epoch Times, bei Verkäufern schaue ich auf Bewertungen. Ich möchte betonen und daran glauben, dass die meisten Menschen auch ohne diese Kontrolle ehrlich wären, aber die Ausnahmen tun einfach weh und gehören gestoppt.